Wie alles begann - baumleben

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Wie alles begann

Bäume
 
 
 
 


 
Bäume sind Gedichte,
die die Erde in den
Himmel schreibt

Khalil Gibran

 
 

Schon als Kind habe ich den Wald mit seinen Bäumen geliebt. Ich erinnere mich, wie ich mit meinen Grosseltern und Cousinen durch den Wald gehüpft bin und ich mich dabei sicher und wohl fühlte. Mit meinem ersten Schulschatz spazierte ich im zarten Alter von zwölf Jahren stundenlang Hand in Hand durch den Wald.

Als junge Frau habe ich mal in einer Zeitschrift einen Artikel zum Thema „Bäume umarmen“ gelesen. Von jenem Moment an war ich von diesem Gedanken fasziniert. Mit meinen Pflanzen zu Hause redete ich sowieso schon immer, allerdings habe ich damals noch nicht daran gedacht, dass sie antworten könnten. Ich glaubte damals fest daran, dass Pflanzen Stimmungen erfühlen und meine Worte aufnehmen können.

Da die Bäume für mich mit Sicherheit, Geborgenheit und Stärke gleichgesetzt waren, ging ich beinahetäglich mit meiner damaligen Hündin Jaimee in den Wald. Immer wieder gelangten wir bei unseren Spaziergängen an dieselbe Stelle zurück. Dabei führte mich Jaimee jeweils zielsicher zu einem Platz im Dickicht. Ich mit meinem Orientierungssinn hätte mich wohl immer wieder hoffnungslos verirrt.
Im Oktober 2005 sass ich wieder einmal an meinem Lieblingsplatz, als mich ein Baum zum ersten Mal rief. Ohne zu zögern, ging ich auf einen Baumriesen zu, lehnte mich an den Stamm und fühlte mich augenblicklich geborgen. Es war mein „Mutter Baum“. In diesem Moment streckte ich die Hände nach einem Geschenk aus, das sich als reicher Segen für mein ganzes Leben erweisen sollte. Wie ich diesem Baum zu Füßen saß, hörte ich innerlich seine Stimme, die zu mir sagte: „Wegen mir bist du in diesen Wald gekommen. Ich habe dich gerufen, und du hast mich gefunden. Lerne, mit uns Bäumen zu kommunizieren.“

Diese Worte lösten eine kleinere Panikattacke in mir aus: „Du meine Güte, wie soll ausgerechnet ICH lernen, mit Bäumen zu reden?“ Diese Angst blitzte jedoch nur für einen kurzen Moment in mir auf. Kurz darauf erfüllte mich grosse Freude und ein tiefer Frieden.

„Mein“ Baum ist eine stattliche, alte Eiche. Ihr Name ist Jill, und in den nachfolgenden zwei Jahren führte mich Jill durch meine persönlich tiefsten Täler hin zu einem Ort in mir, der sich mit Worten schwer beschreiben lässt. Ich steckte damals in einer schweren privaten Krise und war physisch und psychisch in einer schlechten Verfassung. Jill gab mir immer wieder neuen Mut, ermunterte mich, gab mir Kraft und – davon bin ich zutiefst überzeugt – rettete mich. Mehrmals wöchentlich saß ich Jill zu Füßen, Jaimee, meine Hündin, zerkaute während dieser Zeit haufenweise dürre Äste. Auch sie lag meistens ruhig unter dem Baum. Doch manchmal spitzte sie die Ohren und richtete sich abrupt auf, fast so, als hätte auch sie die Botschaften von Jill vernommen.

Eines Tages teilte mir Jill mit, dass ich ein Versprechen einzulösen hätte. Es sei meine Aufgabe, „Sprachrohr“ für die Bäume zu sein und die Menschen wieder näher zu den Bäumen zu bringen. In dieser Zeit hatte ich keine Ahnung, was dies für mich bedeuten sollte, doch Jill beruhigte mich und versicherte mir, dass mir zum richtigen Zeitpunkt klar werde würde, was zu tun sei.

Und jetzt bist du da, hier auf meiner Webpage und ich wünsche mir von Herzen, dass auch du den Weg zu den Bäumen findest und dein wunderbarstes Potenzial gemeinsam mit ihnen erfahren darfst.

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü